Bestrafung

Ich glaube, dass jeder Mensch, der mit Kindern Kontakt hat, Momente der Hilflosigkeit kennt. Wir wollen den Spielplatz verlassen und Neele will nicht mitkommen. Kai verschüttet sein Glas Milch und weigert sich es aufzuwischen. Wir müssen zum Kinderarzt und Penny ist immer noch nicht angezogen. Der Boden von Lottis Zimmer ist komplett mit Spielsachen belegt. Ein Durchkommen im Dunkeln, falls Sie nachts etwas braucht, ohne auf Playmobil oder ähnliches zu treten ein unmögliches Unterfangen. Ich fordere sie auf es wegzuräumen, was sie aber ablehnt. Theo will bei Lotti übernachten und als er nach Hause soll versteckt er sich und wehrt sich danach mit Händen und Füßen mit nach Hause zu kommen.

Das sind Situationen in denen man als Eltern die eigene Komfortzone verlässt und sich in die Lernzone begibt – manchmal vielleicht auch in die Panikzone. Ich denke, dass viele Menschen genau das vermeiden wollen und aus diesem Grund gegensteuern, indem sie ihr Kind bestrafen oder belohnen. Heute wollen wir auf Bestrafung eingehen, in den nächsten Tagen dann noch mehr zu Belohnung.

Hilflosigkeit empfinden die meisten Menschen als unangenehm. Wenn man dann in einer solchen Situation noch Zuschauer hat wie auf einem Spielplatz oder in einem Eiscafe ist das besonders unschön. Man will diese Hilflosigkeit und Ohnmachtserfahrung möglichst schnell beenden. Bestrafung und Belohnung scheinen da für den ein oder anderen das Mittel der Wahl zu sein. In unserem Artikel „Von Weltentdeckern und kleinen Helden“ haben wir beschrieben, dass Belohnung und Bestrafung in unserem Gehirn die emotionalen Zentren beteiligt. Daher führt es zu einer Lernerfahrung. Das fand schon B.F. Skinner bei der Entwicklung des operanten Konditionierens im letzten Jahrhundert heraus, als er Versuche mit Ratten machte und bemerkte, dass diese einen Knopf nicht mehr betätigten, wenn sie dafür Stromschläge bekamen. Bekamen die Ratten hingegen nachdem sie den Knopf gedrückt hatten Futter, zeigten sie das Verhalten vermehrt. Sie hatten gelernt. Bei Bestrafung hat die Angst zu dieser Lernerfahrung geführt, bei Belohnung die Freude.

Die kniffligen Situationen vom Anfang könnte man sicherlich nun auch so versuchen aufzulösen. Neele bekommt Süßigkeiten, wenn sie jetzt mit nach Hause geht. Kai darf kein Tablet spielen, wenn er nicht den Boden aufputzt. Penny bestrafe ich emotional, indem ich nächstes Mal, wenn sie etwas möchte auch nicht reagiere bzw. mir extra viel Zeit lasse. Lotti darf sich nicht mit Theo verabreden, bevor sie nicht ihr Zimmer aufgeräumt hat und Theo, mmh, den nehme ich sehr fest an seinem Arm und schimpfe ihn aus, dass wir nicht mehr zu Lotti gehen, wenn er jetzt nicht sofort aufhört hier so einen Ärger zu machen. Ich vermute alles wird funktionieren.

Im BGB §1631 steht: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“

Kinder haben ein Recht darauf gewaltfrei erzogen zu werden. Das körperliche Strafen unzulässig sind, ist wahrscheinlich schlüssig. Doch auch seelische Verletzungen und entwürdigende Maßnahmen gehören dazu. In „Von Herzen geben“ haben wir über gewaltvolles Verhalten wie emotionale Erpressung etc. geschrieben. Meiner Ansicht nach sind viele scheinbar logische Konsequenzen nichts anderes als Strafen. Natürliche Konsequenzen wie: „Wenn es regnet wird man nass“, ergeben sich ganz von alleine ohne mein Zutun. Diese Erfahrungen sind oft Grenzerfahrungen, die Kinder ganz natürlich erfahren. Wenn Fritz auf dem Karussell turnt und sich nicht festhält, wird er sehr wahrscheinlich herunter fallen. Dass das passiert hat nichts mit Demonstration meiner Macht zu tun, sondern ist einfach der Schwer- und den Fliehkräften geschuldet, die dort wirken. Wenn ich sage, dass Kai keinen Nachtisch bekommt, wenn er seinen Teller nicht aufisst, ist das keine natürliche Konsequenz, die sich aus der Sache ergibt. Hier sprechen viele Eltern von logischen Konsequenzen. Ich denke, dass es sich um eine Erpressung handelt und eine Strafe angedroht wird, falls der Forderung nicht Folge geleistet wird. Das Kind hat die Wahl sich für seine Grenzen und Körpergefühl zu entscheiden oder für das Befolgen der Anweisung und den anschließenden Genuss. Bei „wenn…, dann…“ Aussagen handelt es sich übrigens in der Regel um Androhungen von Strafe.

Wie gesagt sind Bestrafung und Belohnung oft effektiv und je konsequenter man diese durchführt, erhält man wohl dressierte und gehorsame Kinder.

Ich habe eine syrische Freundin, die immer wieder besorgt ist, dass ihr hier in Deutschland ihre Kinder weggenommen werden könnten. In Syrien ist es ganz normal, dass Kinder auch körperlich gezüchtigt werden, sagt sie. Jetzt ist sie verunsichert und erlebt eine Sensibilisierung bezüglich Gewalt und respektvollem Umgang mit ihren Kindern. Familien rate ich oft, dass sie sich mal vorstellen sollen, dass sie so mit ihrem Partner umgehen würden wie sie das mit ihren Kindern tun. Wie lange würde die Beziehung wohl anhalten, wenn man seinem Partner sagt: „Wenn du den Tisch nicht abräumst, dann gehst du heute Abend nach dem Essen sofort ins Bett!“. Leider konnte ich das meiner Freundin nicht raten, denn in ihrer Kultur ist es ebenso normal, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Frauen Respekt entgegengebracht wird. Und so erreicht mich immer mal wieder eine Nachricht, in der sie fragt, ob das ok ist, wenn sie auf die eine oder andere Weise mit ihren Kindern umgeht, weil Kinder in Deutschland ja geschützt seien. Ich versuche ihr dann manchmal zu erklären, warum es in Deutschland verboten ist seine Kinder gewaltvoll zu erziehen, denn es funktioniert ja wie sie mir aus ihrer Heimat schildert.

Es ist verboten und wir sollten auch alle Formen emotionaler Gewalt und entwürdigende Maßnahmen unterlassen, weil wir unseren Kindern und unserer Beziehung zu ihnen langfristig erheblich schaden. Ich will im Folgenden auf den Bindungs- und Beziehungsapsekt eingehen. Die Folgen für Selbstwert, Selbstvertrauen, die persönliche Integrität usw. lasse ich heute unerwähnt.

Wenn wir uns wünschen, dass unsere Kinder eine sichere Bindung zu uns aufbauen, gehört dazu auch, dass wir auf Belohnung und Bestrafungen verzichten. Wenn wir unsere Kinder bestrafen löst das Unsicherheit und Angst in ihnen aus. Das wiederrum führt dazu, dass sich ihr natürlich Reflex meldet, dass sie sich an ihre Bezugsperson binden wollen, um wieder Beruhigung zu erfahren. Das Problem ist, dass die Bezugsperson in diesem Fall eben auch genau die Person ist, die die Unsicherheit und Angst bei dem Kind auslöst und bei Bestrafung ja sogar auslösen will um den gewollten Effekt zu erhalten. Damit setzen wir unsere Kinder innerlich immensem Stress aus. Die Person, von der sie Halt und Sicherheit erwarten, ist plötzlich die Person, die – und das ist das fatale – bewusst genau das Gegenteil in ihnen auslöst. Das heißt für die Bindung hat es gravierende Folgen.

Wohlgemerkt kenne ich niemanden, dem nicht mal ein wenn…, dann… über die Lippen kommt und ich kenne auch einige Eltern, denen mal die Hand ausgerutscht ist, was sie später zutiefst bereuen oder, die ihre Kinder auf ihr Zimmer geschickt oder vor die Tür gestellt haben (übrigens eine beliebte Art der Bestrafung, die auch heute noch in vielen Kindergärten angewandt wird). Sicher ist es schöner, wenn es gelingen würde, dass wir unsere Kinder immer respektvoll behandeln würden – sogar in herausfordernden Situationen. Doch wir sind alle nur Menschen, die ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Verletzungen und Erfahrungen mitbringen, die sich eben manchmal vehement melden und dazu beitragen, dass wir uns auch mal so verhalten wie wir es nicht wollen.  Bei dem oben beschriebenen geht es mir nicht um solche Situationen, sondern um eine grundsätzliche Haltung und ein Verhalten der Eltern, dass regelmäßig gezeigt wird.

Neben den Folgen für die Bindung sind Strafen auch eine Demonstration von Macht. Man will den anderen dazu bekommen, dass er das tut, was man möchte. Und da dieser nicht gehorsam ist, macht man ihm deutlich, dass er gehorsam sein muss und es ihm schlecht geht, wenn er die mächtigen Personen in der Familie (die Eltern) nicht zufriedenstellt. So ist keine gleichwürdige Beziehung möglich.

Ich glaube es ist einleuchtend, dass Bestrafungen kontraproduktiv sind, wenn wir eine sichere Bindung und gleichwürdige Beziehung mit unseren Kindern leben wollen.

Die große Frage ist, wie geht man dann mit solchen Situationen um, die wir oben beschrieben haben? Was tut man stattdessen?

  1. Es geht nicht um Macht!

Um entspannter mit unseren Kindern zu leben, ist es ratsam so schnell es geht aus dem Machtkreislauf auszusteigen. Es geht nicht darum, wer „bestimmt“, sondern um Möglichkeiten wie wir unsere Bedürfnisse erfüllen können. Wir müssen als Eltern unseren Einfluss nicht beweisen. Wenn mein Kind etwas nicht so tut, wie ich es gerne hätte, dann hat das nichts damit zu tun, dass es „böse“ ist oder es extra tun würde, um mir zu zeigen, dass es mich nicht respektiert (falls das so wäre, müsste man schauen, was ein Kind dazu veranlasst hat, dass es andere Menschen nicht respektiert). Erstmal gehe ich davon aus, dass das Kind glaubt, sich so sein Bedürfnis zu erfüllen.

  • Die eigen Hilflosigkeit und Ohnmacht aushalten lernen!

Bei meiner Ausbildung zur Leitung von Familienaufstellungen war oft die Rede von dem Punkt der größten Verwirrung. Gemeint ist, dass es im Prozess des Familienstellens zunächst meist zu einer Abbildung der Realität kommt. Das System zeigt sich so wie es ist. Dann hält man nach der Lösung Ausschau und folgt dieser Spur. Bevor sich sozusagen die Möglichkeitskonstruktion herausbildet, kommt es zu einem Punkt an dem meist alles recht verwirrend erscheint. Als Aufstellungsleiter liegt die Kunst darin diesen Moment auszuhalten und so der Lösung den Weg zu bahnen. Konfliktsituationen mit Kindern erinnern mich oft an einen solchen Prozess. Der Moment in dem wir unsere Hilflosigkeit und Ohnmacht wahrnehmen, weil der andere eben nicht tut, was wir wollen, ist wohl der verlockendste, um doch zu Bestrafung oder Belohnung zu greifen. Was man stattdessen tun kann ist zwar sehr simpel, aber manchmal sind es ja grade die kleinen Dinge, die viel bewegen. Kommt man in eine solche Situation ist es hilfreich zu atmen. Es klingt banal, doch bewusst ein paar Atemzüge zu nehmen, den Machtkampf hinter sich zu lassen, sein Gegenüber zu sehen und sich selbst wahrzunehmen (siehe dazu auch „Selbstwahrnehmung stärken“) schafft die nötigen Voraussetzungen für eine bindungs- und bedürfnisorientierte Lösung.

  • Emphatisch begleiten

Mit meinem Kind in Kontakt gehen, seine Gefühle wahrnehmen und sein Bedürfnis sehen. Oft ist das schon unheimlich deeskalierend. Mehr dazu in „Das Thema hinter dem Thema“ sowie „Der Zauber der Empathie

  • Persönliche Grenzen

Eine geübte Selbstwahrnehmung bietet auch in solchen Situationen den Vorteil, dass ich kurz in mich hineinhören kann und mich mit dem verbinde, was in mir lebendig ist. Worum geht es mir eigentlich? Ich finde es immer wieder faszinierend zu beobachten, wann Eltern als Gegenüber spürbar werden und wo sie sich hinter bestimmten Regeln oder Vorgaben „verstecken“. Kinder merken das sofort und lassen dann oft nicht locker, weil sie mit den Eltern wirklich in Kontakt sein wollen. Wenn man sich selbst in solchen Fällen nicht so gut spüren kann, kommen die Kinder dann erst mit einem in Kontakt, wenn man richtig wütend wird.

Ich war mit einer befreundeten Familie auf dem Spielplatz. Die Kinder wollten sich im Garten mit dem Rasensprenger nass machen, weil es so warm war. Die Mutter sagte nein, weil sie es noch zu kalt fände. Die Kinder ließen nicht locker und wurden ärgerlich, dass sie ihnen immer alles verbieten würde. Da die Beziehung zu der Mutter es zuließ, stellte ich ihr kurz die Frage, ob sie Angst habe, dass sich die Kinder erkälten. Darauf antwortete sie mir: „Nein, ich hab einfach Angst, das wir das jetzt machen und es dann jeden Tag Diskussionen um diesen Rasensprenger gibt.“ Ich machte ihr Mut zu sagen, was ihre eigentliche Sorge ist und ihr Bedürfnis. Das tat sie. Die Kinder waren zwar noch immer nicht erfreut, aber nun gesprächsbereit und in kurzer Zeit war eine Lösung gefunden, die für alle tragbar war.

Zu sagen, was einem wichtig ist, seine Werte und Bedürfnisse zu artikulieren ist oft völlig ausreichend. Dazu habe ich neulich noch eine spannende Spielplatzgeschichte erlebt, die mich selbst nachhaltig beschäftigt. Fritz und Neele waren beim Karussell des Spielplatzes (momentan Fritz`s Lieblingsbeschäftigung). Fritz sprang auf und begann es immer schneller anzudrehen. Neele hingegen begann bitterlich zu weinen und zu schreien, dass Fritz sie nicht auf das Karussell lasse. Ich bat Fritz von Weitem, das Karussell anzuhalten, dass Neele einsteigen könne. Keine Reaktion. So ging ich hin und nahm kurz Kontakt mit Neele und Fritz auf. Ich sagte ihm, dass ich möchte, dass er anhält, dass Neele sich dazusetzen kann. Fritz reagierte nicht wirklich und drehte eine weitere Runde. Neele war mittlerweile ganz ruhig und zuversichtlich, dass ich ihr helfen würde, mich um ihr Anliegen zu kümmern. So war keine Eile von Nöten. Im Nachhinein weiß ich gar nicht, was mich dazu bewegt hat vertrauensvoll zu warten – vermutlich einfach ein glücklicher Zufall. Ich sagte Fritz nochmal, dass ich will, dass er nun anhält. Er drehte noch zwei Runden, stoppte fröhlich, lies Neele einsteigen und weiter ging die wilde Fahrt. Ich ging zurück und ein Vater sprach mich an: „Woher wusstest du, dass Fritz anhalten würde? Ich glaube, ich hätte schon sofort eingegriffen.“ Ich antwortete ihm, dass ich es nicht gewusst hätte, aber ich es so wahrgenommen hatte, dass es der Rahmen heute zuließ, ihm das Vertrauen entgegenzubringen, dass er meinen Wunsch respektieren wird.

Ich bin überzeugt, dass Kinder unsere Grenzen respektieren. Voraussetzung dafür ist, dass es nicht um Macht geht, sondern ein persönliches Bedürfnis. Dass sie es als grundsätzliches Verhalten kennen lernen, dass Menschen respektvoll behandelt werden, d.h. das auch mit ihnen so umgegangen wird. Und das wir selbst unsere Grenzen kennen und ausdrücken.

Neulich unterhielt ich mich mit einer Freundin, für die die Coronakrise sehr lehrreich war. Sie hatte bemerkt, dass sie sich ärgert, dass ihre Kinder ihre Grenzen scheinbar nicht respektieren. Bei der Beschäftigung mit diesem Thema war ihr allerdings aufgefallen, dass sie selbst oft im Alltag über ihre Grenzen geht und auch anderne Menschen diese nicht zeigt. Ihre Kinder gingen eigentlich nur so mit ihr um wie sie es selber tat und wie sie es ihm Kontakt mit anderen sahen. Sie arbeitet nun daran selbst ihre Grenzen zu achten und auch Freunden und Familienmitgliedern gegenüber zu kommunizieren. Erstaunlicherweise reagieren die Kinder darauf und viele Situationen, die früher von Wutanfällen und Diskussionen geprägt waren, laufen nun wesentlich entspannter ab.

Zum Abschluss wollen wir nochmal darauf hinweisen, dass dieser Weg bedürfnis- und bindungsorientiert mit seinen Kindern umzugehen wohl ein lebenslanger Prozess ist. Wer schnelle Lösungen und Gehorsam herbeisehnt, der wird hier wahrscheinlich nicht fündig werden. Wer bereit ist an sich zu arbeiten, sich eine Beziehung zu seinen Kindern wünscht und persönlich wachsen möchte, der wird in diesem Weg vermutlich entdecken, was er sucht. Im Bezug auf eine Partnerbeziehung habe ich mal einen Satz gelesen, wovon ich glaube, dass er sich auch wunderbar auf die Beziehungen der ganzen Familie ausweiten lässt: „Es kostet uns alles – doch es ist alle Mühe wert!“

So ist es!

Es folgt der zweite Teil über Belohnung…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: