Mama wie war das damals?

Momentan erreichen mich viele Nachrichten. Egal wo man sich umschaut, gibt es grade unzählige Versuche die Situation einzuordnen und irgendwie einschätzbar zu machen. Zu verstehen wie es zu allem gekommen ist und wie es sich wohl weiterentwickeln wird. Der Versuch handlungsfähig zu bleiben, nicht überrollt zu werden von den Ereignissen, die uns die nächsten Wochen erwarten. Selbst Weltuntergangsprognosen haben es gestern bis zu mir geschafft. Eine Atmosphäre wie die Ruhe vor dem Sturm. Alles wird vorbereitet und man versucht sich zu rüsten. Tief berührt sehe ich die Bilder aus Italien und das Kriegsvokabular, welches im Zusammenhang mit der „Bekämpfung“ des Coronavirus ständig verwendet wird, tut sein Übriges.Die Frage, die mich sehr beschäftigt ist: Wie kann ich diesen Tag heute verantwortlich leben? Mir drängt sich die letzten Wochen öfters das Bild auf, dass ich in ein paar Jahren mit meinen Kindern zusammen sitzen werde und sie mich fragen: „Mama, was habt ihr damals gemacht als es diese Krise gab?“ Darüber nachzudenken und zu überlegen, welche Antwort ich ihnen geben möchte, versetzt mich in die Lage zu wissen, was ich heute tun möchte. Wo es heute nötig ist zu handeln, Stellung zu beziehen, sich politisch einzusetzen oder auch ganz praktisch aktiv zu werden. Ich will eine Antwort finden, die ich ihnen irgendwann geben kann, von der ich hoffentlich irgendwann sagen werde, dass ich es wieder genauso machen würde. Gestern im heute journal wurde der Oberarzt Dr. Thomas Parnitzke kurz interviewt und er sagte: „Wenn man mich fragt, sage ich, wer beten kann, soll beten!“ Der Satz geht mir noch nach. Ich glaube ich will mal antworten – Ich habe gebetet und alles, was mir möglich war getan…

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